Inscriptiones Graecae

Ein Projekt an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

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IG IX 1, 4, 1498

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ὦ Φθόνε ∙ καί σου τήνδε ὀλοῆς
φρενὸς εἰκόνα γράψε ∙/
ζωγράφος ∙ ἣν Κράτερος θήκα–
το λαϊνέην/
5οὐχ ὅτι τειμήεις σὺ μετ᾿ ἀνδρά–
σιν, ἀλλ᾿ ὅτι θνητῶν /
ὄλβοις βασκ[α]ίνων σχῆμα τό–
δε ἀμφεβά̣λου·/
ἐς τί[σ]ιν̣ ἄ̣[ρ᾿] πάντεσσιν ἐνώπιος
10ἕσταθι, τλήμων, /
τηκεδόνος φθονερῶν δεῖγμα
φέρων στύγιον.
O Neid, auch dieses Bild
deines verderblichen Wesens gestaltete
der Maler, welches Krateros in
Steinchen setzte;
5nicht etwa, weil du geehrt bist unter den
Menschen, sondern weil, auf der Sterblichen
Glück neidisch, diese Gestalt
du annahmst.
Wahrlich, zur Buße sichtbar vor allen
10stehe da, unseliger,
als ein häßliches Bild der Auszehrung
neiderfüllter (Menschen).