650 Jahre Bulla Aurea

In diesem Monat werden elektronische Ressourcen zweier unmittelbar verwandter Akademievorhaben zugänglich gemacht. Als ein Ergebnis steht Ihnen jetzt erstmals die von Wolfgang D. Fritz besorgte deutsche Übersetzung der Bulla Aurea online zur Verfügung. Den der Übersetzung zugrunde liegenden lateinischen Text erreichen Sie über die Bayerische Staatsbibliothek München (Die Bulla Aurea in der Edition der MGH als Digitalisat). Die Präsentation wurde optimiert für den Webbrowser Firefox 3.0.

Für die Regesten Kaiser Friedrichs III. wurde ein Portal eingerichtet, das fortlaufend ausgebaut wird.

Außerdem wurde der nachstehende Band der MGH vollständig digitalisiert. Zu erreichen ist er über den eDoc Server der BBAW .
Michael Lindner; Eckhard Müller-Mertens; Olaf B. Rader [Hrsg.], Kaiser, Reich und Region, Berlin : Akademie-Verlag 1997 (Monumenta Germaniae Historica, Karl IV, Quelleninterpretation)

Monumenta Germaniae Historica

Siegel der Goldenen BulleIm Rahmen des MGH-Projektes werden tausende, über ganz Europa verstreute Urkunden der beiden spätmittelalterlichen Kaiser Ludwig IV. (gest. 1347) und Karl IV. (gest. 1378) ediert. Die Publikation der Urkunden der beiden Kaiser bildet den Schlussstein in der Reihe der "Constitutiones et acta publica imperatorum et regum", in der die wichtigsten Herrscherurkunden des ganzen Mittelalters als Langzeitprojekt seit dem Ende des 19. Jh. herausgegeben werden. Die "Constitutiones" sind als Quellenedition auf die Verfassungsgeschichte des Reiches fixiert und bieten seit den Zeiten des Historismus eine maßgebliche Quellengrundlage der wissenschaftlichen Historiographie. Als Auswahledition präsentieren sie die wichtigsten Stücke des verfassungsmäßigen Schrifttums des Mittelalters. Mit dem Ende der Herausgabe der Urkunden Ludwigs IV. und Karls IV. werden die "Constitutiones" eine der MGH-Reihen sein, die ihren Abschluss erreicht haben. Die einzelnen Urkundentexte werden kritisch ediert und auf der Grundlage des neuesten Forschungsstandes kommentiert. Während der Arbeiten an der Buchpublikation entsteht als "work in progress" eine Internet-Version, in der die für die Edition fertiggestellten Stücke, die bis zur Publikation des vollständigen Buchmanuskriptes gesammelt werden müssen, sukzessive der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die MGH-Arbeitsstelle veranstaltet vom 9.-12.10.2006 eine internationale Tagung zur "Goldenen Bulle", jener Urkunde Karls IV. von 1356, die als das sogenannte Grundgesetz des alten Reiches zu den prominentesten Urkunden des 14. Jh. gehört und als eines der Glanzstücke der "Constitutiones" gilt.

Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493)

Seite aus der Handschrift der Goldenen BulleDas Akademienvorhaben ist Teilprojekt der "Regesta Imperii", welches ein Inventar aller urkundlichen und zum Teil auch historiographischer Quellen der römisch-deutschen Könige und Kaiser von der Karolingerzeit bis zu Maximilian I. (1486-1519) sowie der Päpste des Früh- und Hochmittelalters bietet. Es gehört damit zu einem der größten und wichtigsten Erschließungswerke zur deutschen und europäischen Geschichte. Die "Regesta Imperii" erheben Anspruch auf Vollständigkeit, was angesichts geschätzter 40-50000 Friedrich-Urkunden den immensen Umfang der bisher geleisteten und noch zu leistenden Arbeit und deren große Bedeutung für Forschung und Lehre unterstreicht. Die Bearbeitung der Urkunden Friedrichs III. erfolgt nach dem Provenienzprinzip. Die Berliner Arbeitsstelle hat dabei die Aufgabe, sämtliche in den staatlichen und nichtstaatlichen Archiven und Bibliotheken der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in angrenzenden Gebieten vornehmlich des östlichen Mitteleuropa befindlichen Urkunden dieses Herrschers zu erfassen und in Regestenform zu publizieren. Als Teil eines internationalen und interakademischen Vorhabens wirken deren Bearbeiter mit der "Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz" und mit der Arbeitsstelle "Regesta Imperii" an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zusammen.

Valid XHTML 1.0 Valid XHTML 1.0 powered by eXist